Über Yashi Kunz
Yashi Kunz wurde im August 1946 in Baden-Württemberg geboren. Sie wuchs ohne Eltern in einfachen Verhältnissen bei ihrer Großmutter auf einem Bauernhof im Badischen auf. Als Halbasiatin hatte sie zu der damaligen Zeit einen schweren Stand in der Gemeinschaft und wechselte später zu einer Pflegefamilie nach Freiburg.
Ein Besuch eines Gymnasiums oder einer Hochschule blieb ihr verwehrt, doch das hinderte sie nicht, sich schon früh eigene Gedanken zum Lauf des Lebens zu machen. Damit wurde der Grundstein ihrer Arbeit am und für den Menschen gelegt, die sich vor allem mit der Heilung des Menschen beschäftigt.
Als Yashi Kunz in ihren ganz jungen Jahren in der inneren Not das Gebet immer wieder nutzte, um eine Ausgeglichenheit zu erfahren, machte sie sich damit auch auf den Weg zu unterschiedlichen Entspannungstechniken, der sie Jahrzehnte noch begleiten sollte. Es musste doch einfach mehr geben zwischen Himmel und Erde, dachte sie. Und zudem wollte sie immer selbst durch Selbsterfahrung wissen, wie eine Methode bei ihr wirkte und ob es sich um eine westliche oder östliche Methode handelte. So kam sie in Kontakt unter anderem mit Autogenes Training, Atemtherapie, verschieden Arten von Yoga und deren Meditationsarten, Rückführungstherapien und -techniken, Hypnosetherapien, Astrologie, Transpersonelle Psychotherapie, Familienaufstellungen usw.
Das Interesse für ungewöhnliche Heilvorgänge stand bei ihr schon früh an erster Stelle und so entschied sie sich, bei unterschiedlichen Fachrichtungen zu hospitieren. Unter anderem gewann sie dadurch mehr Einblick bei einem chirurgischen Urologen, einem HNO-Arzt, einem Gynäkologen, einem Internisten und bei einem Zahnarzt.
Nach dem Staatsexamen als Wirtschafterin arbeitete Yashi Kunz in einem großen Krankenhaus vorübergehend als Hilfskrankenschwester. Sie war begeistert von den großartigen Medikamenten der Pharmazeutischen Industrie und den unglaublichen Operationstechniken, die Chirurgen in Ihren Augen geradezu zu Künstlern werden ließen.
Dennoch trieb sie die Frage, warum der Mensch bei all den Fortschritten der modernen Medizin aber die altbewährten Methoden der Natur vergisst. Im Versuch, den Unterschied zwischen der asiatischen Heilkunst und der westlichen zu ergründen stieß sie auch auf die klassische Akupunktur, die kaum eine Medizin verordnete und ein völlig anderes Diagnoseverfahren benutzte. Doch so richtig begeisterte sie die Naturmedizin, die sowohl pflanzliche als auch tierische Essenzen in homöopathischen Anwendungen seit Jahrhunderten und Jahrtausenden anwendet.
Yashi Kunz sagt inzwischen, dass die Summe der vielen Arten und Methoden einmal später wichtig wurden in ihrem Leben. Denn letztendlich bringt jede Erfahrung Erkenntnisse und erlaubt ein besseres Verstehen und bringt Veränderungen.
Die frühen liebevollen Hinweise der Großmutter waren es, die sie am Anfang dazu brachten, „nach innen zu gehen“, sich zu konzentrieren auf das innere des Herzens. Dabei entstand für sie zum ersten Mal am deutlichsten Fülle, Ruhe und Ausgeglichenheit. So war die „Not“ eine große Lehrmeisterin für sie. Denn die Not zwang sie als Kind immer mehr nach innen zu gehen, vergrößerte aber genau diese Fülle, der ein Anteil der Seele ist.
Was vielen bei der persönlichen Begegnung sofort auffällt ist, dass Yashi Kunz in ihrem Auftreten bescheiden und doch selbstsicher und klar wirkt. Gerade in den jungen Jahren war das noch anders und sie war, ihrem Naturel entsprechend, immer sehr zurückhaltend. Wenn es ihr möglich war, hatte sie sich eher versteckt oder ist einer auf sie gerichteten Kamera ausgewichen. Und so fand sie häufig einen Ausweg, um nicht an den öffentlichen Auftritten ihres Mannes teilnehmen zu müssen. Dieser stand über 20 Jahre im politischen Leben als Abgeordneter im Deutschen Bundestag und als Senator in Berlin. Mit ihm hat Yashi Kunz zwei Kinder, die beide inzwischen Erwachsen sind.
