Phänomen Heilung
Die Uressenz der Seele
Jeder hat diese kraftvolle Basis
Jeder Mensch ist einzigartig. Mit einem einzigartigen Körper und einzigartigen Gefühlen. Jeder von uns hat seine eigene Art und Weise, die Welt zu erleben und zu erfahren; eine unterschiedliche Lust, dieses Leben zu leben.
Jedes Leben – und jeder von uns – ist eine Welt für sich. Eine Welt einzigartiger Erfahrungen, Speicherungen und Erlebnisse. Wenn wir krank sind, ganz egal, ob es „nur“ eine Erkältung ist oder ein schwereres Leiden, dann haben wir vielleicht die „gleichen“ Symptome – den Schnupfen, die Halsschmerzen, das Rheuma – aber wir sind, jeder für sich, auf unsere eigene, einzigartige Weise daran erkrankt. Niemand reagiert in seinem Körper oder in seiner Seele gleich.
Aber spannend ist es nun, sich zu fragen: Wer ich bin eigentlich? Sind es die vielen Unterschiede zu den anderen Menschen, die mich ausmachen, oder liegt das, was mich ausmacht, noch jenseits dieser Unterschiede? Wenn ich die Tiefe dieser Frage wahrnehme, kann es dann sein, dass es jenseits dieser Unterschiede noch etwas anderes gibt, das mein Sein besser beschreibt?
Auf die Frage „Wer bin ich?“ kann jeder nur für sich selbst eine Antwort in seiner Seele finden. Geben Sie sich die Chance, an dieser Stelle eine Übung zu machen:
Übung: „Wer bin ich?“ (...)
Es gibt ein Fundament in uns, das spürbar wird, sobald wir in die Notwendigkeit kommen, für uns selbst herauszufinden, warum wir leben. Wenn wir herausfinden wollen, wie wir besser leben oder wie wir selbst mithelfen können, wieder gesund zu werden, brauchen wir ein Fundament. Wir brauchen die Erfahrung, dass jeder Mensch in der Lage ist, sich selbst zu heilen oder seine Heilung zu unterstützen.
Dieses Fundament finden wir im Erkennen, dass jeder Mensch ein Geschöpf ist, das mit den gleichen Rechten, mit der gleichen ur-innersten Haltung, mit dem gleichen Licht und mit der gleichen Intelligenz geboren wurde.
Jeder Mensch hat eine „Uressenz der Seele“, die von einer noch höheren Kraft, dem Geist, erschaffen wurde. Diese höhere Intelligenz hat das zugrunde liegende Gefäß der Seele, die Uressenz der Seele, für alle gleich geschaffen. Die Basis der Seele wäre damit für uns alle gleich. Unterschiedlich sind wir dadurch, dass die in der Seele gespeicherten Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen bei jedem Menschen anders sind.
Damit ist keiner von uns „besser“ oder „schlechter“, „näher“ oder „ferner“ von seinem Ursprung des göttlichen Erschaffen-Seins.
Diese Uressenz der Seele ist ein absolut neutrales Frequenzspektrum, das uns immer unterstützt. Sie ist von der Urkraft Gott so geschaffen worden, dass sie nicht zerstört oder verletzt werden kann. Sie kann in ihrer Kraft und Reichweite nicht geschmälert werden. Und das ist gut so, da uns auf diese Weise die gesamte Kraft der Uressenz der Seele unabhängig zur Verfügung steht.
?Jeder, wirklich jeder, hat die gleiche Uressenz der Seele und damit die gleichen Chancen und Möglichkeiten. Egal, ob Sie Hausfrau oder Karrierefrau, Student oder Professor, Reinigungskraft, Tagelöhner, Sekretär oder Botschafter, Priester oder Lehrer sind; ob Sie hinter der Bar stehen, eine Dirne oder Nonne sind – jeder, jeder einzelne Mensch hat die Chance, sich innerlich an diese Uressenz zu erinnern, indem er versteht, dass er eine absolut neutrale Kraft in sich trägt, die von Anbeginn des Erschaffens aus dem Geist Gott entstand.
Wir können uns das bildlich so vorstellen, dass die Erfahrungen wie bunte Fäden in einen Teppich eingewoben sind, und jeder knüpft individuell nach seinem Geschmack sein eigenes Muster in den Teppich. Der Teppich bleibt aber immer Teppich, egal wie viele bunte Fäden zu welchen Mustern auch immer eingewoben wurden.
Ein anderes Bild wäre: Eine Jeans liegt in einer Waschmaschine im Wasser. Das Wasser kann den Stoff und die Jeans durchdringen. Die Hose ist eine verdichtete Struktur, die im Wasser schwimmt, aber sie wird immer Hose bleiben – und das Wasser immer Wasser. Das Wasser kann den Schmutz, der in der Hose sitzt, herauswaschen, und dabei wird der Schmutz den Träger wechseln, aber das Wasser wird an sich gleich bleiben.
Übertragen auf die Uressenz und unsere Speicherungen in der Seele, bedeutet dies: Die Uressenz in ihrer Klarheit und Reinheit bleibt uns immer erhalten. Wir haben immer die Möglichkeit, uns so tief zu fragen, wer wir sind, dass wir durch die Speicherungen und Trübungen hindurchdringen zu einem Wahrnehmen dieser Klarheit und Reinheit.
Da die Uressenz immer in ihrer Reinheit bleibt, haben wir die Chance, über sie an die Themen zu kommen, die in unserer Seele abgespeichert sind. Es würde dazu ausreichen, den Fokus von den Speicherungen wegzunehmen und auf die Uressenz zu richten. Die Uressenz hilft uns dann beim Erkennen der Dinge, ohne dass das Bewusstsein der Erfahrungen verlorengeht.
Die Ebenen der Seele
Wie kann es uns gelingen, den Fokus auf die Uressenz zu richten? Indem wir uns bewusst machen, dass uns ein großes Spektrum an Frequenzen immer zur Verfügung steht. Es ist ein riesiges Werk an schöpferischer Unterstützung, das die Grundlagen für eine Gestaltung des Lebens in sich trägt.
Wir können uns die Seele vorstellen wie einen Behälter, der zwölf Bewusstseinsebenen umfasst, die alle eine bestimmte Ausrichtung haben. Die ersten sieben Ebenen sind persönliche, individuelle Ebenen, die den Menschen unterstützen, das Leben nach seiner Wahl zu leben. In diesen Ebenen gibt es also eine unterstützende Funktionalität, die uns hilft, in möglichst großer Schwingung zu leben und das zu erkennen, was wir wirklich sind.
Die anderen fünf Ebenen sind unpersönlich, unbegrenzt, und betreffen Aspekte, die für die Menschheit an sich und für die Einbindung in das universelle Gefüge wichtig sind. Wir konzentrieren uns hier zunächst einmal auf die ersten sieben Ebenen.
Die Seelenebenen werden auch Astralebenen genannt. Der Begriff Astralebene kommt von astra (lat. Sterne) und spielt auf die Fähigkeit der Seele an, physische Ebenen verlassen zu können und damit bis zu den Sternen zu reichen. Die Griechen haben das Bewusstsein der Seele als sternreisende Intelligenz bezeichnet. Die Astralebenen geben uns eine Begabung an die Hand, mit mehr Selbstbestimmung, Freude und Ausdruck leben zu können.
Alle Astralebenen dehnen sich von der Mitte einer jeden Zelle nach außen und liegen ineinander geschachtelt, wie bei den russischen Matroschka-Steckpuppen. Alle Ebenen existieren vollkommen gleichberechtigt ineinander und sind im Idealfall ausgeglichen in ihrer jeweiligen Stärke und Dichte.
Die erste Astralebene ist dafür da, unseren Körper zu unterstützen als physisches Instrument, das uns in unserem Leben hier zur Verfügung steht. Sie reicht von der Mitte einer jeden Zelle bis zu unserer Körperhülle oder maximal bis zu 10 Zentimeter darüber hinaus. Diese Ebene liefert gleichsam eine Blaupause, also eine Art Grundlagenplan, und gibt uns damit ganz selbstverständlich eine enorme Sicherheit für das, was das physische Leben ist. Diese Blaupause ist also wie ein Bauplan der menschlichen Form und regelt auch die Funktion aller im Körper befindlichen Drüsen, Hormone, Organe, Schleimhäute etc., die unserem Körper erst ermöglichen zu leben.
Durch diese erste Ebene wird uns eine physische Plattform gegeben, so natürlich und klar wie sie ist, die nie krank werden könnte, wenn man nicht Energien dem entgegensetzen oder diesen physischen Strom unterbrechen würde. Aber wer hält diese Natürlichkeit des physischen Lebens an? Ist es überhaupt notwendig, dass Gedanken oder Gefühle sich so auswirken und uns damit auch in unserer körperlichen Ebene beschränken und behindern?
Die zweite Astralebene ist die nächste Ebene, und dort stehen uns die Gefühle auf einer persönlichen Ebene zur Verfügung. Gefühle haben ein hohes Maß an Frequenzen, die in der Seele bis in das Körperliche hinein Emotionen wahrnehmbar werden lassen. Um diese Verbindung in unseren Körper bis in die Zellen hinein zu gewährleisten, geht diese zweite Ebene auch von der Mitte jeder einzelnen Zelle aus nach außen und führt sich durch die erste Astralebene des Körpers noch hinaus, bis zu 20 Zentimeter über die Körpergrenze hinaus. Sie durchdringt geradezu die erste Ebene und ermöglicht durch diese Überlappung das Wirken von Gefühlen auf unseren menschlichen Körper.
Die Gesamtheit dieser Gefühle ist ein messbares Schwingungsfeld, mit dem der Mensch in der Lage ist, bestimmte Arten von Gefühlen in Kategorien einzuordnen, weil sie benannt werden können: Schmerzen, Mitleid, Aggressionen, Neid, Hass, Liebe und viele mehr. Diese Gefühle können uns bis auf die Ebene der Zellen attackieren.
Sie können, je nachdem, wie ein Mensch gelebt hat und lebt, bzw. wie sehr er sie schon durchdrungen hat, ein erfahrbarer Schatz oder ein subjektiv wahrgenommener Ballast sein. Der von uns erfahrbare Wert dieser Gefühlsspeicherung besteht da-rin, dass wir manchmal aufgrund unserer bisherigen Geschichte geradezu gezwungen werden, Erlebnisse und damit Gefühle zu wiederholen. In der Summe der sich wiederholenden Gefühle und Erlebnisse wird ein Muster erkennbar. Dieses führt uns die zugrunde liegenden Themen immer wieder vor Augen, bis wir diese gelöst haben. Dies wissend, besteht für uns die Hoffnung, diesen Zyklus der sich wiederholenden Gefühle zu durchbrechen und neu anzufangen.
Die dritte Astralebene ist der Anteil unserer Seele, die dem Menschen die Chance gibt, zu denken, zu analysieren und die erschaffene Materie zu verifizieren. Sie geht wieder von der Mitte einer jeden Zelle durch die ersten beiden Astralebenen hindurch und reicht bis zu 30 Zentimeter außerhalb der Körperhülle. Die dritte Ebene ist der Anteil, in dem sich der Mensch am meisten bewusst aufhält, weil er in der Regel schon sehr früh in seinem Leben durch die Erziehung und die Rahmenbedingungen auf diese analytische Seite konzentriert wird. Schon Kinder werden dazu gebracht, sich klare Gedanken zu machen, sich von klein an mit dem Denken zu befassen und sich gleichzeitig automatisch auch damit zu beschäftigen, was sichtbar ist und nur mit den diesseits sichtbaren Konstrukten zu tun hat.
Damit ist sie die am meisten benutzte und von den Menschen geschätzte Ebene, auch weil sie am meisten Sicherheit vorgaukelt, indem sie die Dinge erfassbar, sichtbar und erlebbar macht. Wobei man sagen muss, dass diese Art des Denkens in dieser Ebene auch eine wunderbare Brillanz in sich tragen kann. Wirklich klar denken zu können, also die Fähigkeit, auch mit dem äußeren analytischen Anteil denken zu können, kann uns ein schönes, ein lichtvolles und freiheitliches Empfinden schenken. Doch gibt es nicht mehr zu entdecken?
Diese Ebene bestimmt auch, ob ich es mir erlaube, mir meiner selbst bewusst zu sein, oder ob ich mir beweisen muss, dass ich nur in einem einzigen Leben, das ich jetzt mit meinem Körper in der Materie erfasse, existiere. Diese dritte Ebene entscheidet hierüber und ist damit das größte Hindernis oder die größte Chance für einen neuen Zugang zu mehr Bewusstsein. Oft liegen die Gründe für Blockaden darin, dass man sich selbst keine Chance gibt, sich diese anderen Realitäten zu beweisen. Man schiebt sich sozusagen dann im Denken selbst einen Riegel vor.
© 2008 von Yashi Kunz und Gordon Müller-Eschenbach
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